30.08.2016
Ein Stelldichein gaben sich die Freien Wähler von der Stadt und Landkreis Regensburg am Sonntag im Glöckl-Festzelt auf der Regensburger Herbstdult.
Bei ihrem schon zur Tradition gewordenen politischen Frühschoppen traten die Landrätin des Landkreises Regensburg Tanja Schweiger und der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Regensburger Stadtrat, Ludwig Artinger, als Redner auf.
Ludwig Artinger konnte zahlreiche Kreisräte, Bürgermeister und Ortsvorsitzende der Freien Wähler als Zuhörer begrüßen.
Danach ließ Ludwig Artinger die vergangene gut zwei Jahre Bunte Koalition Revue passieren. „Die Politik ist unter der neuen Koalition näher beim Menschen; Sie ist sozialer, offener und moderner geworden.
Nach den Worten von Ludwig Artinger beginnen die beschlossenen wohnungspolitischen Maßnahmen zu greifen. So liege Regensburg bei den Baugenehmigungen bayernweit an der Spitze und der Anstieg der Mieten sei in den vergangenen zwei Jahren deutlich abgeflacht. Trotz Rekordinvestitionen, so Ludwig Artinger abschließend, habe die Koalition den Pfad finanzpolitischer Tugend nicht verlassen und sogar die Schulden weiter abgebaut.
Tanja Schweiger beackerte neben Landkreisthemen auch die Bundes- und Landespolitik. Scharf ins Gericht ging die Landrätin mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP. „Wir dürfen der Gen-Industrie nicht die Tür aufmachen, so die mahnenden Worte von Tanja Schweiger.
Auch in der Energiepolitik, so die Landrätin, habe der Bund nicht wie ursprünglich geplant, die dezentrale Energieversorgung vorangebracht, sondern lediglich Stromtrassen beschlossen, um letztlich weiterhin der Kohlekraft eine Einspeisegarantie geben zu können. Beim Hochwasserschutz sprach sich Tanja Schweiger gegen die vom Freistaat favorisierte „Polder-Lösung“ aus. Sinnvoll, so Tanja Schweiger, sei hier der Rückstau oder Rückhalt von Hochwasser in der Fläche.
Insgesamt waren sich die Freien Wähler einig, dass die richtige politische Strategie ist, sich an dezentralen Strukturen auszurichten, dann stehen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger immer im Mittelpunkt. Beendet wurde die Veranstaltung mit dem Absingen der Bayern- und Deutschlandhymne.