27.07.2022
FREIE WÄHLER setzen sich für Photovoltaik auf Regensburgs Altstadt-Dächern ein

Auf Initiative der FREIEN WÄHLER, insbesondere Stadträtin Kerstin Radler, MdL, stellte die Koalition einen Antrag, dass § 8 Abs. 3 der Altstadtschutzsatzung vom 04.12.2007 gestrichen werden soll. 

Begründet wird dies damit, dass die Klimakrise sowie der Krieg Russlands gegen die Ukraine alle vor große energiepolitischen und ökologische Herausforderungen stelle. Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Energien müsse verringert, bestenfalls sogar überflüssig gemacht werden. "Daher ist auch die Stadt Regensburg gehalten, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern", heißt es in dem gemeinschaftlichen Antrag der FREIEN WÄHLER mit CSU, SPD, FDP und CSB.

Mit dem Green Deal Regensburg  (vom Juli 2021) hat die Stadt beschlossen, städtische Gebäude bei Neubauten sowie Generalsanierungen künftig grundsätzlich mit Photovoltaik und weiteren regenerativen Energien auszustatten. Darüber hinaus wird der städtische Bestand, soweit rechtlich zulässig, auf seine Eignung für Photovoltaik-Anlagen untersucht. Über die Stadt hinaus ist die Beteiligung der Bürgerschaft und Wirtschaft notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. "Daher muss es künftig möglich sein, auch auf den Dächern der Altstadt Solarzellen, Solarkollektoren und vergleichbare Anlagen anzubringen", so Kerstin Radler, Initiatorin des Antrags.

Genau rechtzeitig hat die bayerische Staatsregierung angekündigt, das bayerische Denkmalschutzgesetz zu ändern, um Photovoltaik auch auf Dächern zu ermöglichen, die unter Denkmalschutz stehen. Denkmalschutz und Klimamaßnahmen sollten nach Meinung der FREIEN WÄHLER einander ergänzen, statt sich zu behindern. 

"Heute bieten neue Entwicklungen bereits die Möglichkeit der farblichen Anpassung der PV-Module an die sie umgebende Anbringungsfläche, siehe das Modellprojekt in Wasserburg am Inn, das selbst den Leiter des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Mathias Pfeil, positiv stimmt", verweist Radler auf neue Wege. 

Um hier auch für Regensburg die Spur zu legen, heißt es in dem Antrag abschließend: "Die Altstadtschutzsatzung sieht aktuell ein grundsätzliches Verbot für die Anbringung von PV-Anlagen auf Dächern vor. Um überhaupt eine Prüfung der Möglichkeit einer entsprechenden Anlage vornehmen zu können, muss daher zunächst dieses grundsätzliche Verbot aufgehoben werden."

 

Foto: Silvia Gross