15.12.2021
Die Regensburger Koalition verbessert die Radinfrastruktur

Die Regensburger Koalition treibt weiter den Ausbau der Radinfrastruktur voran. In Zusammenarbeit mit der Projektgruppe „Radentscheid“ hat die Stadtverwaltung das Konzept „Radrouten Regensburg“ erarbeitet und daraus bereits eine Reihe von Maßnahmen in Angriff genommen. So wird 2022 durch den Neubau der Wegeverbindung zwischen Rauberstraße und Scharmassing eine Lücke in den Landkreis geschlossen. Derzeit wird das Konzept noch detailliert aufbereitet; eine Vorstellung im Stadtrat wird im Frühjahr erwartet.

„Wir planen ein Netz von durchgängigen Hauptrouten für den Fahrradverkehr in ganz Regensburg, um für unsere Bürgerinnen und Bürger den Umstieg auf das Fahrrad attraktiver zu machen. Damit arbeiten wir weiterhin aktiv an der Umsetzung an unserem Ziel zur Steigerung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehrsaufkommen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Burger.

Das erklärte Ziel aller Beteiligten ist es, durch vielfältige Maßnahmen auch die Menschen zu erreichen, die bisher das Fahrrad nie oder nur selten benutzen. „Wenn in Regensburg das Fahrrad zum attraktiven Verkehrsmittel werden soll, dann müssen wir die Verkehrssicherheit erhöhen“, erklärt CSU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Eberwein. „Gerade für Nichtradler, Senioren und Familien mit Kindern ist dieser Aspekt entscheidend“. „Motivieren wollen wir damit auch alle Schüler und Studenten, um z.B. die sogenannten „Elterntaxis“ zu reduzieren“, ergänzt Bürgermeister Ludwig Artinger, FWR. Durch den Ausbau von Fahrradstraßen in Verbindung mit einer Sperrung für den Durchgangs-verkehr (Anlieger frei), einem Sicherheits-Trennstreifen zu parkenden Autos und zusätzlichen Piktogrammen auf der Fahrbahn werden die Voraussetzungen hierfür geschaffen.

Insgesamt ist ein Routennetz mit einer Streckenlänge von rund 172 Kilometern Länge im Stadtgebiet Regensburg in der Planung. „Unser Konzept umfasst Lückenschlüsse und Aufwertung von bestehenden Radwegen, aber auch die Neuentwicklung von Fahrradstraßen – wie zum Beispiel in der Burgunderstraße zwischen der Alemannenstraße und dem Unterislinger Weg“, konkretisiert Christian Janele, Vorsitzender der Christlich-Sozialen Bürger, die Maßnahmen.

Dem Maßnahmenkatalog liegt die Auswertung von zahlreichen „Steckbriefen“ für Hunderte von Streckenabschnitten zu Grunde. Für Horst Meierhofer, FDP, ist es erfreulich, dass „bisher bereits verschiedene Projekte umgesetzt werden konnten und ein Drittel der befürworteten Veränderungen kurzfristig realisiert werden sollen.“ Trotz angespannter Haushaltslage sind aktuell mehrere Millionen Euro veranschlagt, bis zur vollständigen Beendigung aller Maßnahmen ist ein deutlich zweistelliger Millionenbetrag vorgesehen.